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Der amerikanische Kunsthändler und Milliardär Forrest Fenn, versteckte im Jahre 2010 eine antike Schatzkiste (16. Jhd.) aus Bronze, gefüllt mit 20 Pfund Goldmünzen, männerfaustgroßen Gold-Nuggets, 250 Rubinen, Smaragde, Ceylon-Saphire, Diamanten und zwei handgeschnitzte chinesische Jademasken in der Wildnis der Rocky Mountains. Noch im April 2018 sagte Fenn in einem Interview einem Journalisten, er habe die Schatzkiste nicht vergraben sondern versteckt. Der Inhalt der Kiste soll einen Schätzwert von von ein bis drei Millionen US-Dollar haben. Der Finder darf den Schatz behalten. Vermutungen die Schatzstory könnte erfunden sein, widerspricht Douglas Preston, ein Bestsellerautor der New York Times  und guter Freund von Fenn. Preston behauptet er habe den Inhalt der Truhe gesehen und sie in seinen eigenen Händen gehalten, bevor sie versteckt wurde. Es gibt nur ein einziges Bild der Schatztruhe. Es handelt sich um eine  10 mal 10 Zentimetern große, 10 Kilo schwere Metallkiste aus Bronze. Gefüllt hat sie ein Gewicht von ca. 20 Kilo. 

In Fenns Kurzbiographie aus dem Jahr 2010 The Thrill of the Chase, übersetzt: „Der Nervenkitzel der Jagd“, ist ein Gedicht  mit insgesamt neun Hinweisen zum Aufenthaltsort des Schatzes enthalten. Nach Angaben von Fenn wurde die Schatzkiste bis jetzt jedenfalls nicht gefunden.

Weitere Suchhilfen finden sich in Fenns Ende 2013 veröffentlichtem Buch „Too far for walk“, übersetzt: „Zu weit zum Laufen“, welches eine Trovecy-Karte der Umgebung des Schatzes enthält.

Als Fenn den Schatz versteckte, war er 79 Jahre alt und hatte eine langwierige Krebserkrankung hinter sich. Fenn hat im Jahr 2010 als er die Schatztruhe versteckte nachweislich nur zwei Reisen unternommen — beide in den Norden von Santa Fe. Auf seiner ersten Reise hatte er nur die Schatztruhe dabei, die er vom Auto alleine zum Versteck trug. Auf seiner zweiten Reise hat er die Truhe dann befüllt. Er selbst beschreibt dies mit den Worten, er habe zwei Nachmittage gebraucht um den Schatz zu verstecken.

Fenn kann den  Schatz an einem von drei Örtlichkeiten versteckt haben.:

  1. Privateigentum
  2. Stammesland
  3. öffentliches Land

Es ist höchst unwahrscheinlich, das Fenn von einem privaten Grundstückbesitzer die Erlaubnis erbeten hat, auf dessen Land seinen Schatz zu verstecken. Daher scheidet diese Möglichkeit  wohl aus. Die zweite Möglichkeit ist ebenfalls sehr unwahrscheinlich, denn die meisten Stammesgebiete waren den indigenen Bewohnern heilig und für Außenstehende tabu. Fenn hatte zwar Mitte der 1980er Jahre südlich von Santa Fe selbst eine prähistorische Pueblo-Stätte, bekannt als San Lazaro gekauft und auf dem Gelände jahrzehntelang Ausgrabungen durchgeführt. Doch kommt dieser Ort als Schatzversteck nicht in Frage, da sein Hinweis "Das Schatzversteck steht in keiner Beziehung zu einem Bauwerk von Menschenhand".  dagegen spricht. Bleibt nur die letzte Möglichkeit "öffentliches Land". In den USA sind die meisten öffentlichen Flächen (z.B. Nationalparks) für Besucher zugänglich.

 Nachdem die Schatztruhe versteckt war, gab Fenn in den Jahren danach noch zahlreiche Hinweise zum Schatzversteck

  • Das Schatzversteck befindet sich nicht in Nevada, Idaho oder Kanada.
  • Das  Schatzversteck liegt nicht in der Nähe des Rio Grande.
  • Das Schatzversteck befindet sich nicht auf einem Friedhof.
  • Das Schatzversteck steht in keiner Beziehung zu einem Bauwerk von Menschenhand
  • Das Schatzversteck befindet sich nicht in einer Mine oder einem Tunnel.
  • Das Schatzversteck befindet sich nicht auf einem Berggipfel.
  • Es ist nicht notwendig steile Abhänge hinauf oder hinab zu klettern um die Schatztruhe zu bergen.
  • Die Schatztruhe  ist nicht vergraben, sondern nur versteckt.
  • Es ist nicht notwendig große Steine zu bewegen um die Schatztruhe zu bergen.
  • Die Schatztruhe ist nass
  • Die Schatztruhe befindet sich nicht im Wasser.

Anmerkung des Autors Im Gesamtkontext ergeben die Hinweise aus seinem Gedicht ein deutliches Bild. Um den Schatz zu finden müssen nicht nur die Hinweise  aus Fenns Gedicht entschlüsselt werden, sondern auch in die richtige Reihenfolge gebracht werden. Auch aus seinen Erzählungen lassen sich bestimmte Schlussfolgerungen ableiten. Fenn hat z.B. erzählt er sei von seinem Wagen aus mit der Schatztruhe eine Schlucht hinabgegangen. Als er sich neben einer hohen Felswand ausruhte, konnte er einen Wasserfall, hören, der in einen Bach hinter ihm fiel. Das Schatzversteck befindet sich wahrscheinlich  in der Nähe eines Wasserfalls. Dafür spricht auch sein Hinweis die Schatztruhe sei nass, aber nicht im Wasser. Wenn er sie im Gischtbereich eines Wasserfalls oder vielleicht in einer Höhle hinter einem Wasserfall versteckt hat, kann sie durchaus nass sein ohne im Wasser zu stehen. Damit Gischt entsteht, muss der Wasserfall aber aus großer Höhe herabfallen. Da Fenn sich ja in einer Schlucht befand als der Wasserfall zu hören, ist auch diese Schlussfolgerung plausibel.