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Es existiert ein alter Plan und ein Brief, in dem wiederholt das Wort "Oro" (Gold) auftaucht. Dabei handelt es sich um ein Testament des spanischen Gesandten desRío Apurímac, Urheberschaft: von Bryan Dougherty from New York City, USA [CC BY-SA 2.0 (https://creativecommons.org/licenses/by-sa/2.0)], via Wikimedia CommonsRío Apurímac, Urheberschaft: von Bryan Dougherty from New York City, USA [CC BY-SA 2.0 (https://creativecommons.org/licenses/by-sa/2.0)], via Wikimedia Commons Vizekönigs von Peru Joaquin Pezuela, welches wie folgt lautet: Im Dorfe zu Curahuasi am zwölften Tag des Monat Februar 1821. Im Namen Gottes des Allmächtigen, Amen - so wie ich, Don Pedro Rado y Camacho, königlicher Gesandter seiner Majestät von Spanien bin, habe ich den Auftrag erfüllt, den unser Herr mir übertragen hat. Ein heiliges Kreuz, zwei Fäuste dick und vier Ellen hoch, gut gearbeitet in Gold, des weiteren zwei heilige Monstranzen, zwei Ellen hoch und gut gearbeitet in Gold und Silber. 18 Petaccas gefüllt mit Schmuck und Goldbarren - Produkt aus Steuern und Tributen für unsere Krone. Habe besagte Ladung aus Cuzco, Stadt der  Könige und Provinz von Peru, aus den Händen von Don Martin de Aragon übernommen, welcher den königlichen Gesandten in der Nähe des Städtchens Anta erreichte und begleitet von meiner Person und dieser gar wertvollen Ladung, getragen von zwanzig Maultieren und eskortiert von zwei Soldaten Seiner Majestät und zwei indianischen Führern bis zu einem Ort außerhalb des Zentrums von Pivil, Siedlungsgebiet der Waldindianer zur rechten Seite des Königsweges, der von der Stadt der Könige  kommt,; es begab sich das wir weiterzogen bis zu jenem Ort Cullumayo genannt, den Ort Limatambo passierend zwischen zwei Bergen zur Rechten des Flusses Apurimac.......

Der Apurimac liegt in der gleichnamigen Provinz Apurimac im Südosten Perus.  Der reißende Fluss fließt in einer extrem steilen Schlucht. Am Fluss Apurimac angekommen sah sich Don Pedro Rado y Camacho  mit  Forderungen der beiden Soldaten und einem der Indios konfrontiert, die einen Teil des Goldes für sich beanspruchten. Das konnt er nicht zulassen.  Um Zeit zu gewinnen, versprach er den Soldaten, ihnen später einen Teil der Ladung zu überlassen. Während einer Ruhepause gelang es dem loyal gebliebenen zweiten Indio namens Pedro, die Meuterer zu töten. Der Schatz wurde dann in einer Höhle versteckt, die anschließend mit Felsgestein verschlossen wurde. Die Niederschrift dieser Ereignisse wurde von Don Pedro Rado y Camacho in einem Geheimfach seiner Satteltasche versteckt. Von dem spanischen Gesandten hat man nichts mehr gehört. Die Satteltasche hingegen wurde im Jahr 1845 in einem ausgetrockneten Flussbett neben Pferdeknochen und menschlichen Gebeinen von dem peruanischen Bauer Enrice Ruez gefunden. Da die Satteltasche noch brauchbar war, nahm er sie an sich.  Die Kinder des mittlerweile verstorbenen Bauern entdeckten bei Aufräumarbeiten die Satteltasche und fanden das darin verborgene Dokument und einen Plan mit Wegmarkierungen. Es gelang zwar die Wegmarkierungen im Plan zu deuten. Doch der Versuch den Schatz zu bergen scheiterte, da sich der in Frage kommende Ort durch Erdrutsche stark verändert hatte. Ursprüngliche Höhlen waren vermutlich verschüttet. Der Schatz des spanischen Gesandten liegt wohl noch dort. Inkastraßen,© Pierre K. Germany 2018 / eigenes WerkInkastraßen,© Pierre K. Germany 2018 / eigenes Werk

Anmerkung des Autors: Um den Ort den Verstecks einzugrenzen, ist zunächst die genaue Reiseroute von DonPedro Rado y Camacho zu recherchieren. Wohin sollten die Goldbarren gebracht werden ?  In seinem Brief ist kein Zielort angegeben. Der alte Weplan ist leider verschollen. Seine Reiseroute läßt sich also nur noch anhand der Angaben im Brief verifizieren. Da er mit 20 Maultieren in unwegsamen, gebirgigem Gelände mit hohen Bergen und tiefen Tälern  unterwegs war, kommt nur ein alte Inkastraße in Frage. Die Reiseroute  führte zunächst von Cuzco über die Provinz Antas zur Region Limatambo und von dort zum Fluß Apurimac in der Provinz Apurimac. Möglicherweise wollte Don Pedro Rado y Camacho dort den Fluß  überqueren um zur Hafenstadt Pisco am Paifik zu gelangen. Von Pisco aus fuhren oft spanische Schiffe nach Europa. Nur 40 Km landeinwärts von Pisco lag die alte Inkastadt  Puka Tampu.  Dorthin führte von Cuzco aus eine  Inkastraße,  Die Straße führte vorbei an Vilcas Huaman, eine weitere alte Inkastadt. Die Inkas waren  dafür bekannt, das alle ihre Städte durch ein gut ausgebautes Straßennetz miteinander verbunden waren. Um die steilen Andenpässe zu überwinden bauten sie  Treppen aus Stein. Dort, wo an den Felswänden kein Weg zu bauen war, wurden Tunnel in den Fels geschlagen. Die tiefen Schluchten und reißenden Flüsse  überwanden sie mit Hängebrücken aus Ichu-Gras, das zu langen Tauen geflochten wurde.  Eine gut erhaltene Inkabrücke  ist die 28 Meter lange und 1,20 m breite Hängebrücke Q’eswachaka über den  Río Apurímac in der Provinz Canas nahe Cusco.

Rätsel gibt der Ort Cullumayo auf. Es gibt einen Fluß Cullumayo im Distrikt von Haquira, Apurímac. Doch den Fluß kann Don Pedro Rado y Camacho nicht gemeint haben, denn er spricht ja von einem Ort.  In seinem Dokument wird nur der Fluß Apurimac erwähnt.

 Irgendwo zwischen zwei Bergen zur Rechten des Apurimacflusses am Rande des Inkapfades liegt das Gold begraben. Ein Auffinden erscheint nicht völlig unmöglich.