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Der Goldhort von Gessel ist einer der größten bronzezeitlichen Hortfunde von Gold in Mitteleuropa. Gefunden wurde er 2011 im Orsteil Gessel der Stadt Syke (Niederhessen). Größer ist nur noch der Eberswalder Goldschatz. Der Goldhort von Gessel wurde mit einem Metalldetektor in 60 cm Tiefe unterhalb der Erdoberfläche gefunden. 

Ein besonders bemerkenswertes Schmuckstück aus dem Fund ist eine einzigartige mit Sonnensymbolen verzierte Fibel mit einem Gewicht von 46 Gramm und einer Länge von 16 Zentimetern (siehe im Bild rechts unten). In Mitteleuropa wurde bisher kein gleichwertiges aus massivem Gold gefertigtes  Schmuckstück gefunden.

Der Schatz von Mildenhall besteht aus 34 Silberteilen aus der Römerzeit. Er wurde 1942 in der englischen Grafschaft Suffolk von einem Bauer beim Pflügen seines Ackers zufällig entdeckt. Der Schatz ist im Britischen Museum zu sehen. Herausragende Stücke sind die Oceanus-Schüssel mit einer Abbildung des griechischen Gottes Bacchus und die Triton-Schüssel mit einer Abbildung des griechischen Meeresgottes Triton.

 Der Goldschatz von Eberswalde wurde 1913 in Heegermühle, ein Ortsteil von Eberswalde (Brandenburg) gefunden. Er hat ein Gesamtgewicht von 2,59 Kilo und ist damit der größte gefundene bronzezeitliche Goldschatz in Deutschland. Der Hortfund wurde zufällig bei Ausschachtungsarbeiten entdeckt. Er besteht aus acht goldenen Schalen, die 73 weitere Goldgegenstände enthielten. Die weiteren Fundstücke waren goldene Halsringe, Armbänder, Spangen und Armspiralen sowie ein Goldbarren. Der Schatz wurde gegen Kriegsende 1954 von der Roten Armee entwendet und in die Sowjetunion verbracht. Über eine Rückgabe wird noch heute verhandelt. Es gibt mehrere Nachbildungen des Goldschatzes. Eine davon ist im Neuen Museum auf der Berliner Museumsinsel zu sehen.

Der Schatz der Sachsen wurde von den zwei Söhnen von  Ernst Heinrich Prinz von Sachsen, gemeinsam mit dem Revierförster 1945 im Wald hinter Schloss Moritzburg vergraben. Der Schatz bestand aus 43 Kisten gefüllt mit Tafelsilber und Münzen sowie wertvollen Pokale aus der Spätrenaissance. Der Revierförster verriet später unter Folter das Schatzversteck an die sowjetische Besatzungsmacht. Daraufhin konnten 40 Kisten ausgegraben und der Inhalt widerrechtlich  in die damalige Sowjetunion verbracht werden. Dort ist der Schatz noch heute. Ein kleiner Teil davon kann in der Eremitage von St. Petersburg besichtigt werden. Der weitaus wertvollere Teil des Schatzes war jedoch in drei Kisten an einem anderen Ort vergraben worden und konnte von der Roten Armee damals nicht gestohlen werden. Diese Kisten wurden 1996 von Schatzgräbern mit einem Metallsuchgerät entdeckt. Der Gesamtwert des Fundes wird auf zwölf Millionen Euro geschätzt. Die wertvollsten Teile sind neben dem sogenannten Mohrenkopf-Pokal eine Münzsammlung und Teile des Tafelsilbers Augusts des Starken. Der aus dem 16. Jahrhundert stammende Mohrenkopf-Pokal ist im Bayerischen Nationalmuseum in München zu besichtigen. Er wurde vom Nürnberger Goldschmied Christoph Jamnitzer (*  1563  †  1618) angefertigt und hat einen heutigen Schätzwert von ca.  3,83 Millionen Euro.

Der Hildesheimer Silberschatz wurde 1968 bei Ausschachtungsarbeiten entdeckt und besteht aus römischem Tafelgeschirr. Wissenschaftler, die den Fund untersucht haben, gehen aufgrund von auf den Fundstücken vorgefundenen eingepunzten antiken Nummerierungen und Gewichtsangaben davon aus, das nur die Hälfte des Tafelgeschirrs vergraben wurde. Hildesheimer Lokalforscher vermuten aber das noch weitere Einzelteile  im Erdboden verborgen liegen. Über eine  weitere Suche nach der zweiten Hälfte des römischen Tafelsilbers ist bisher noch nicht entschieden worden.

 Der Barbarenschatz wurde in den Jahren 1967–1997 bei der Kiesförderung aus einem Altrheinarm bei Neupotz (Germersheim) geborgen. Er besteht aus 1.062 Einzelteilen mit einem Gesamtgewicht von mehr als 700 kg. Gefunden wurden Münzen, Metallobjekte aus Silber, Kupferlegierungen und Eisen, sowie Waffen und Gefäße. Der Barbarenschatz ist in Europa damit der größte Metallfund aus der Römerzeit. Er ging nach neuesten Forschungen wahrscheinlich bei der Heimkehr eines alamannischen Plündererzuges im Jahr 260 n. Chr. verloren. Man nimmt an, dass das Beutegut bei der Rheinüberquerung aufgrund eines Angriffs römischer Patrouillenbooten im Fluss unterging. Der Schatz ist  im Neuen Museum Berlin zu besichtigen.