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Der Schatz der Sachsen wurde von den zwei Söhnen von  Ernst Heinrich Prinz von Sachsen, gemeinsam mit dem Revierförster 1945 im Wald hinter Schloss Moritzburg vergraben. Der Schatz bestand aus 43 Kisten gefüllt mit Tafelsilber und Münzen sowie wertvollen Pokale aus der Spätrenaissance. Der Revierförster verriet später unter Folter das Schatzversteck an die sowjetische Besatzungsmacht. Daraufhin konnten 40 Kisten ausgegraben und der Inhalt widerrechtlich  in die damalige Sowjetunion verbracht werden. Dort ist der Schatz noch heute. Ein kleiner Teil davon kann in der Eremitage von St. Petersburg besichtigt werden. Der weitaus wertvollere Teil des Schatzes war jedoch in drei Kisten an einem anderen Ort vergraben worden und konnte von der roten Armee damals nicht gestohlen werden. Diese Kisten wurden 1996 von Schatzgräbern mit einem Metallsuchgerät entdeckt. Der Gesamtwert des Fundes wird auf zwölf Millionen Euro geschätzt. Die wertvollsten Teile sind neben dem sogenannten Mohrenkopf-Pokal eine Münzsammlung und Teile des Tafelsilbers Augusts des Starken. Der aus dem 16. Jahrhundert stammende Mohrenkopf-Pokal ist im Bayerischen Nationalmuseum in München zu besichtigen. Er wurde vom Nürnberger Goldschmied Christoph Jamnitzer (*  1563  †  1618) angefertigt und hat einen heutigen Schätzwert von ca.  3,83 Millionen Euro.

 

Bild rechts: Mohrenkopf-Pokal, zwischen 1593 und 1602, Bayerisches Nationalmuseum, Inv. Nr. 2000/81.1-2, Fotograph: Marsupium, die Fotographie  wird unter der Lizenz „CC0 1.0 Verzicht auf das Copyright“ zur Verfügung gestellt.