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Auf der Isla de Coco sollen noch mindestens drei große Schätze verborgen sein: der Schatz des Piraten William Davis, der sich im ausgehenden 17. Jahrhundert zwei Jahre auf der Kokosinsel versteckte, der 1819 hier vergrabene Schatz des Korsaren Benito Bonito, und der Kirchenschatz von Lima. Erfolgversprechend ist vielleicht die Suche nach dem Schatz des Benito Bonito, obwohl dieser Pirat nicht historisch belegt ist. Nach einem überlieferten zeitgenössischen Bericht eines Gefolgsmannes des Benito Bonito, namens Manoleo Cabral, handelt es sich bei dem Schatz um 175 Tonnen Silberdollar, 273 edelsteinbesetzte Prunkschwerter mit goldenen Knaufen, 783 Goldbarren und andere Preziosen, die in mehren Depos auf der Kokosinsel vergraben wurden. Die Berichte sind  sehr detailliert, was ihre Glaubwürdigkeit untermauert. Es gibt eine namenlose Bucht an der Südwestküste, die in den Berichten von Cabral beschrieben wird. Manoleo schreibt: "Von ferne konnten wir einen riesigen Wasserfall mit hohen Bergen zu beiden Seiten erkennen. Wir ankerten nahe eines kleinen konischen Felsens, der die Form eines Heuhaufens hatte". Er schreibt ferner, am Strand gibt es fast nichts als Felsblöcke und nur bei Ebbe etwaEigene Bearbeitung, Historische Karte der Kokos-Insel von 1943, Urheberschaft: von Naval Intelligence Division, Admiralty (UK). [Public domain], via Wikimedia CommonsEigene Bearbeitung, Historische Karte der Kokos-Insel von 1943, Urheberschaft: von Naval Intelligence Division, Admiralty (UK). [Public domain], via Wikimedia Commonss Sand. An der Südostküste Kokos liegt eine kleine Insel, die die Form eines Heuhaufens hat und auch so heißt. Ihr gegenüber liegt eine felsige Bucht, die nur bei Ebbe einen kleinen Sandstrand hat und deshalb von Schatzsuchern vielleicht unbeachtet blieb. Vielleicht sollte man hier suchen.

Einer der größten der auf Kokos vergrabenen Schätze ist der unermessliche Kirchenschatz von Lima, der 1821 von William Thompson, Kapitän der Dear Mary, dem Schiff auf dem der Schatz verladen worden war, hierher gebracht wurde, um ihn vor den Aufständischen unter dem Oberbefehl von San Martin zu retten.  Zum Schatz gehörte eine überlebensgroße Madonna aus reinem Gold mit einem Gewicht von 390 Kilogramm. Die Figur war mit 1.684 Edelsteinen besetzt, darunter vier Smaragde von der Größe eines Hühnereies. Dazu kamen noch zahllose Kisten mit Kunstwerken aus Gold und Silber mit Juwelen besetzten Schwerter, sowie Juwelen und Schmuck. Eine Kiste enthielt kleinere Zedernholzkistchen mit 3.840 geschliffenen sowie 4.265 ungeschliffenen Edelsteinen. Der Schatz wurde mehrmals gefunden, ging aber immer wieder verloren. Er konnte bis heute nicht vollständig geborgen werden. Thompson selbst konnte den von ihm auf Kokos versteckten Schatz nie bergen. Er gab jedoch kurz vor seinem Tod einem Freund, namens John Keating eine Landkarte, auf der die Höhle in der der Schatz versteckt war, genau eingezeichnet war. Keating fand die Höhle mit dem Schatz, konnte ihn aber aufgrund der Größe nicht vollständig bergen. Einen Teil des Goldes nahm er mit, den  größeren Teil des Schatzes versteckte er in einer anderen Höhle auf der Insel.  Ein späterer Freund von Keating, Nicholas Fitzgerald hat angeblich von Keating Instruktionen erhalten wie man den Schatz finden könnte. Fitzgerald hatte Keating geholfen, als dieser in Not war. Aus Dankbarkeit wurde er von Keating in das Schatzversteck eingeweiht. Die Instruktionen lauten folgendermaßen:  Bei zwei Kabellängen südlich der letzten Wasserstelle bei drei Punkten. Die Höhle ist die unter dem zweiten Punkt. Zwei Kabellängen entsprechen 405 Yards. Die letzte Wasserstelle befindet sich in der Bay of Hope (früher Bahia Iglesias) im Südosten der Insel. Keatings Notizen besagen außerdem: Es muß von Westen aus ein Weg zur Höhle erschlossen werden. Die Kokosinsel liegt im Pazifischen Ozean etwa 500 km vor der Küste von Costa Rica. Sie ist eine der größten unbewohnten Inseln der Welt, 7,49 km lang und bis zu 4,61 km breit. Das Klima ist tropisch und sehr feucht. Sie ist daher die einzige Insel im Ostpazifik mit einem tropischen Regenwald. Der Dschungel überwuchert fast die ganze Insel und bietet so einer Vielzahl von Tieren und Pflanzen ein Zuhause. Es vergeht kaum ein Tag an dem es nicht regnet. Das Meer um die Insel ist für Schiffe ziemlich gefährlich. Nur zwei Buchten im Norden, die Chatham-Bucht undWasserfall auf der Kokosinsel. Urheberschaft: Photo by J RAWLS. Diese Datei ist unter der Creative-Commons-Lizenz „Namensnennung 2.0 generisch“ (US-amerikanisch) lizenziert.Wasserfall auf der Kokosinsel. Urheberschaft: Photo by J RAWLS. Diese Datei ist unter der Creative-Commons-Lizenz „Namensnennung 2.0 generisch“ (US-amerikanisch) lizenziert. die Wafer-Bucht erlauben ein  einigermassen sicheres Anlanden. Die höchste Erhebung ist der 634 m hohe Cerro Iglesias im Westen der Insel. Im Jahr 1978 wurde die  Kokos-Insel von der Regierung Costa Ricas zum  Nationalpark erklärt. Seither ist jede Schatzsuche auf der Insel verboten. Mehrere  in der Waferbucht stationierte Nationalpark-Ranger sorgen für die Einhaltung dieses Verbots. Heute ist die Insel beliebtes Ziel von Tauchsafaris. In den Gewässern rund um die Insel kann man verschiedene Haiarten, Meeresschildkröten und Mantas beobachten. Die auf der Insel zeitweilig stationierten Rangers achten das sich die Taucher an die Regeln halten und keine Schäden anrichten. Unter Aufsicht der Ranger darf die Insel dann auch kurzzeitig betreten werden.

Mehr als 500 Schatzexpeditionen zur Insel wurden gezählt. Zahlreiche Schatzsucher haben dort ihr Glück versucht. Der bekannteste unter ihnen, der Deutsche August Gissler lebte von 1889 bis 1908 mit kurzen Unterbrechungen auf der Insel und war fest davon überzeugt den Schatz von Lima finden zu können. Wie er kurz vor seinem Tod einem Journalisten erzählte, habe er den Schatz nach jahrelanger Suche in einer Höhle entdeckt; der Eingang zur Höhle war jedoch durch  riesige Erd- und Felshaufen versperrt, sodass er den Schatz nicht bergen konnte. Es gelang ihm jedoch durch einen winzigen Spalt einen Blick auf Kisten voller Gold und Juwelen zu werfen. Gissler kehrte aufs Festland zurück, um Sponsoren für die Bergung des Schatzes zu finden. Dann schlug das Schicksal zu. Seine geliebte Frau Mary, mit der er viele Jahre auf der Kokosinsel gelebt hatte, starb durch einen Unfall. Danach ist Gissler nie mehr auf die Insel zurückgekehrt. Er starb im Jahr 1935 ohne das Schatzversteck  jemandem verraten zu haben. Der Kirchenschatz von Lima liegt vermutlich noch auf der Kokosinsel. Es gibt eine Theorie, dass ein gewisser Engländer namens Levick den Schatz Mitte des 19. Jahrhunderts von der Kokosinsel holte und ein paar hundert Seemeilen südwestlich von der Kokosinsel auf den Galapagos versteckte. Aber das ist nur eine Theorie. Im Jahr 1978 wurde die  Kokos-Insel von der Regierung Costa Ricas zum  Nationalpark erklärt.  Seither ist jede Schatzsuche auf der Insel verboten. Mehrere  in der Waferbucht stationierte Ranger sorgen für die Einhaltung dieses Verbots. Umfangreiches Bildmaterial zur Kokosinsel ist im Buch "Geheimnisvolle Schatzsuche von Reinhold Ostler" enthalten.

Anmerkung des Autors: Man sollte nicht an der tausendfach durchstöberten Nordküste nach Schätzen suchen, sondern dort wo noch niemand gesucht hat. Zum Beispiel in der kleinen Bucht, gegenüber der Heuhaufeninsel.