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Im Osten Perus soll im Regenwald eine verlorene Stadt der Inkas mit Namen Paititi liegen. Die Stadt gilt als Zufluchtsort der Inkas nach der Eroberung von Vilcabambas, der letzten großen Inka-Bastion und Gefangennahme von Túpac Amaru und birgt angeblich große Reichtümer. Die letzten Inka-Herrscher lebten zwischen 1536 und 1573 in Vilcabamba. Der Ort war für die Spanier wegen seiner Lage im Dschungel lange unzugänglich. Aber nachdem auch Vilcabamba von den Spaniern erobert wurde, war die Zeit der Inkas endgültig vorbei und sie mussten irgendwohin flüchten, wo sie wenigstens überleben konnten — nach Paititi. Dieser letzte Zufluchtsort der Inkas war lange Zeit ein Mythos,  doch im Jahr 2001 fand der italienische Archäologe Mario Polia in den Archiven der Jesuiten in Rom Hinweise auf Paititi: einen Brief des Missionars Andrea Lopez an den Papst. In dem Dokument, das aus der Zeit um 1600 stammt, beschreibt Lopez eine Inka-Stadt, die mitten im tropischen Urwald an einem Wasserfall liege und von den Einheimischen Paititi genannt werde. Das Dokument beschreibt auch einen großen Inka-Schatz aus Gold, Silber und Edelsteinen. Andreas Lopez hat zwar Paititi nicht selbst gesehen, aber angeblich trotzdem genau gewusst, wo sich die verlorene Stadt der Inka befindet. Es wird behauptet, dass der Vatikan ganz genau weiß, wo Paititi liegen soll, diese brisante Information aber lieber für sich behält. Schatzsucher haben mithilfe des Jesuiten-Dokuments erfolglos versucht, den Schatz der Inkas in Paititi aufzuspüren. Die Angaben über die Lage sind jedoch zu vage. Die Legende von Paititi wurde 1635 berühmt, als in den Chroniken von Lizarazu der Inka Guaynaapoc zitiert wurde, der von Cusco nach Paititi reiste, Das Einzugsgebiet des Rio Madeira mit dem Río Guaporé/Río Iténez im Osten. Urheberschaft: Shannon, CC BY-SA 4.0 <https://creativecommons.org/licenses/by-sa/4.0>, via Wikimedia CommonsDas Einzugsgebiet des Rio Madeira mit dem Río Guaporé/Río Iténez im Osten. Urheberschaft: Shannon, CC BY-SA 4.0 <https://creativecommons.org/licenses/by-sa/4.0>, via Wikimedia Commonswo Guaynaapocs Vater regierte. Die Stadt wurde in der Nähe des Flusses Guaporé  beschrieben. Der Rio Guaporé ist ein rechter Nebenfluss des Río Mamoré . Über weite Strecken markiert er die Grenze zwischen Brasilien und Bolivien. Seit 1990 suchen Forscher und Archäologen verstärkt im weitgehend unerschlossenen Madre-de-Dios-Gebiet östlich von Cuzco oder in die Region östlich des Titicacasees in Bolivien. Es wurden Inka-Pfade, Petroglyphen sowie Siedlungsreste und Ruinen gefunden, Paititi jedoch konnte bisher nicht lokalisiert werden. Der französische Forscher Thierry Jamin hat mit seinem Team seit 1998 ca. 20 Expeditionen in den Südosten Perus unternommen, um Paititi zu finden. In dem Gebiet leben die Matsiguengas-Indianer, die sich Eindringlingen in ihr Gebiet gegenüber feindlich verhalten. So endete 1971 eine französisch-amerikanische Expedition in den peruanischen Bergen mit dem Tod aller drei Forscher. Sie wurden durch die Indianer getötet. Thierry Jamin jedoch gelang es gute Beziehungen zu den Einheimischen aufzubauen. Die Matsiguengas-Indianer haben Jamin's Team von einem seltsamen Berg erzählt, mit einer alten steinigen Stadt auf der Spitze - der Stadt Paititi. Jetzt hofft Jamin mithilfe neuester Drohnen-Technologie, in Kombination mit thermischen Infrarot-Multispektralsensoren, Paititi zu finden, ohne in das Gebiet eindringen zu müssen.

Anmerkung des Autors: Ein Auffinden von Paititi ist schwierig aber nicht unmöglich. Die Suche lohnt sich, denn der Wert einer noch nicht von den Spaniern geplünderten Stadt und des darin verborgenen Schatzes dürfte im Milliardenbereich liegen. Mittlerweile sind sich Archäologen eines einigermaßen sicher: Paititi soll sich irgendwo dort verbergen, wo Peru auf Brasilien und Bolivien trifft. Die Inka-Stadt kann also in Bolivien, Peru oder Brasilien liegen und ist wahrscheinlich vom Regenwald überwuchert, sodass man vorbeilaufen kann, ohne sie zu sehen. Brasilien als möglichen Standort der Stadt Paititi  ist auch nicht so abwegig wie es auf den ersten Blick scheint, denn es ist bekannt, das Túpac Amaru vor seiner Gefangennahme durch die Spanier zuvor mit seinen Leuten in den Urwald im Amazonasbecken geflüchtet war. Das Amazonasbecken umfasst Gebiete in den Staaten Brasilien, Französisch-Guayana, Suriname, Guyana, Venezuela, Kolumbien, Ecuador, Peru und Bolivien. Daher kann der letzte Zufluchtsort der Inkas auch in Brasilien liegen.