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Es existiert ein alter Plan und ein Brief, in dem wiederholt das Wort "Oro" (Gold) auftaucht. Dabei handelt es sich um ein Testament des spanischen Gesandten des Vizekönigs von Peru Joaquin Pezuela, welches wie folgt, lautet: Im Dorfe zu Curahuasi am zwölften Tag des Monat-Februar 1821. Im Namen Gottes des Allmächtigen, Amen - so wie ich, Don Pedro Rado y Camacho, königlicher Gesandter seiner Majestät von Spanien bin, habe ich den Auftrag erfüllt, den unser Herr mir übertragen hat. Ein heiliges Kreuz, zwei Fäuste dick und vier Ellen hoch, gut gearbeitet in Gold, des Weiteren zwei heilige Monstranzen, zwei Ellen hoch und gut gearbeitet in Gold und Silber. 18 Petaccas gefüllt mit Schmuck und Goldbarren - Produkt aus Steuern und Tributen für unsere Krone. Habe besagte Ladung aus Cuzco, Stadt der  Könige und Provinz von Peru, aus den Händen von Don Martin de Aragon übernommen, welcher den königlichen Gesandten in der Nähe des Städtchens Anta erreichte und begleitet von meiner Person und dieser gar wertvollen Ladung, getragen von zwanzig Maultieren und eskortiert von zwei Soldaten Seiner Majestät und zwei indianischen Führern bis zu einem Ort außerhalb des Zentrums von Pivil, Siedlungsgebiet der Waldindianer zur rechten Seite des Königsweges, der von der Stadt der Könige  kommt; es begab sich, dass wir weiterzogen bis zu jenem Ort Cullumayo genannt, den Ort Limatambo passierend zwischen zwei Bergen zur Rechten des Flusses Apurimac.......

Der Apurimac liegt in der gleichnamigen Provinz Apurimac im Südosten Perus.  Der reißende Fluss fließt in einer extrem steilen Schlucht. Am Fluss Apurimac angekommen sah sich Don Pedro Rado y Camacho  mit  Forderungen der beiden Soldaten und einem der Indios konfrontiert, die einen Teil des Goldes für sich beanspruchten. Das konnte er nicht zulassen.  Um Zeit zu gewinnen, versprach er den Soldaten, ihnen später einen Teil der Ladung zu überlassen. Während einer Ruhepause gelang es dem loyal gebliebenen zweiten Indio namens Pedro, die Meuterer zu töten. Der Schatz wurde dann in einer Höhle versteckt, die anschließend mit Felsgestein verschlossen wurde. Die Niederschrift dieser Ereignisse wurde von Don Pedro Rado y Camacho in einem Geheimfach seiner Satteltasche versteckt. Von dem spanischen Gesandten hat man nichts mehr gehört. Die Satteltasche hingegen wurde im Jahr 1845 in einem ausgetrockneten Flussbett neben Pferdeknochen und menschlichen Gebeinen von dem peruanischen Bauer Enrice Ruez gefunden. Da die Satteltasche noch brauchbar war, nahm er sie an sich.  Die Kinder des mittlerweile verstorbenen Bauern entdeckten bei Aufräumarbeiten die Satteltasche und fanden das darin verborgene Dokument und einen Plan mit Wegmarkierungen. Es gelang zwar die Wegmarkierungen im Plan zu deuten. Doch der Versuch den Schatz zu bergen scheiterte, da sich der infrage kommende Ort durch Erdrutsche stark verändert hatte. Ursprüngliche Höhlen waren vermutlich verschüttet. Der Schatz des spanischen Gesandten liegt wohl noch dort. bearbeiteter Ausschnitt aus der Karte der Inkastraßen. Urheberschaft der Originalkarte: Manco Capac, CC BY-SA 3.0 <https://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0>, via Wikimedia Commonsbearbeiteter Ausschnitt aus der Karte der Inkastraßen. Urheberschaft der Originalkarte: Manco Capac, CC BY-SA 3.0 <https://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0>, via Wikimedia Commons

Anmerkung des Autors: Um den Ort des Verstecks einzugrenzen, ist zunächst die genaue Reiseroute von Don Pedro Rado y Camachozu recherchieren. Wohin sollten die Goldbarren gebracht werden?  In seinem Brief ist kein Zielort angegeben. Der alte Wegplan ist leider verschollen. Seine Reiseroute lässt sich also nur noch anhand der Angaben im Brief verifizieren. Da er mit 20 Maultieren in unwegsamen, gebirgigem Gelände mit hohen Bergen und tiefen Tälern  unterwegs war, kommt nur eine alte Inkastraße infrage. Die Reiseroute  führte zunächst von Cuzco zum Städtchen Anta (Hauptstadt der gleichnamigen Provinz). Von dort Richtung Pivil (Siedlungsgebiet der Waldindianer). Um nach Limatambo zu kommen, muss  der Fluss überquert werden. Denkbar ist, das Don Pedro Rado y Camacho  über die vorhandene Inkastraße auf der anderen Flussseite  vorbei an der Inkastadt Vilcas Huaman  zur Hafenstadt Pisco am Pazifik  gelangen wollte. Von Pisco aus fuhren oft spanische Schiffe nach Europa. Nur 40 Km landeinwärts von Pisco lag die alte Inkastadt Puka Tampu.  Dorthin führte von Cuzco aus die  Inkastraße. Die einzige aus der Inkazeit  bekannte Brücke über den Apurimac , ist die bis heute erhalten gebliebene 28 Meter lange und 1,20 m breite Hängebrücke Q’eswachaka in der Provinz Canas. Sie liegt aber ca. 160 Km südlich von Cuzco. Von dort über vorhandene Inkastraßen zurück in den Distrikt Limatambo zu gelangen, ist ein riesiger Umweg. Da aber nachgewiesenermaßen eine Inkastraße von Cuzco nach Vilcas Huaman  bis nach Puka Tampu führt, muss es logischerweise  auch eine Überquerungsmöglichkeit über den Apurimac gegeben haben. Die Inkas waren  dafürGemeinfreiGemeinfrei bekannt, dass alle ihre Städte durch ein gut ausgebautes GemeinfreiGemeinfreiStraßennetz miteinander verbunden waren. Um die steilen Anden Pässe zu überwinden, bauten sie  Treppen aus Stein. Dort, wo an den Felswänden kein Weg zu bauen war, wurden Tunnel in den Fels geschlagen. Die tiefen Schluchten und reißenden Flüsse  überwanden sie mit Hängebrücken aus Ichu-Gras, das zu langen Tauen geflochten wurde.  Die größten Brücken dieser Art befanden sich im Apurímac-Canyon entlang der Hauptstraße nördlich von Cuzco. Rätsel gibt der im Reisebericht erwähnte Name Cullumayo auf. Es gibt einen Ort Cullumayo im Distrikt Otoca. Ein Fluss Cullumayo liegt im Distrikt von Haquira. Beide Örtlichkeiten liegen aber zu weit entfernt vom Apurimac. Irgendwo zwischen zwei Bergen zur Rechten des Apurimacflusses am Rande des Inkapfades liegt das Gold begraben. Da der Inkapfad vielleicht noch heute existiert erscheint ein Wiederauffinden des Goldes möglich. Selbst wenn der Eingang zur Schatzhöhle durch einen Erdrutsch verschüttet wurde, gibt es technische Mittel, um verborgene Hohlräume aufzuspüren. Mithilfe von Bodenradar (= Radiodetektion und Ortung) lassen sich Hohlräume, verschüttete Gewölbe, verschüttete Brunnen, Stollen und Tunnel bis zu einer Tiefe von  mehreren Metern sicher erkennen. Die Hohlräume werden  als sogenannte Wellendiffraktionen (Beugungen)  am Bildschirm des Geo Radargeräts zweidimensional angezeigt.