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Agrihan ist eine Vulkaninsel im Pazifischen Ozean und gehört zum Archipel der Marianen.  Die Insel wurde 1669 vom Spanier Diego Luis de Sanvitores entdeckt. Auf Agrihan lebten damals Angehörige des Volks der Chamorro. Alle Einwohner der Insel wurden 1695 durch die Spanier zuerst nach Saipan und im Jahr 1698 dann nach Guam umgesiedelt. Danach war die Insel lange Zeit unbewohnt. Im Jahr 1810 versuchten Siedler aus Hawaii und den Vereinigten Staaten Kokos-Pflanzungen auf der Insel anzulegen, wurden jedoch ausgewiesen. Agrihan hat eine Fläche von ca. 44 km² und ist dicht bewaldet. Die Vegetation der Insel besteht aus Schwertgras an den oberen Vulkanhängen, Kokospalmen sowie Brotfrüchte und Papayas  an den unteren Hängen und in den tiefen Schluchten, die radial vom Gipfel abfallen. Das einzige relativ flache Land auf der Insel befindet sich entlang der Südostküste und auf der Nordseite des zentralen Vulkankraters. Die höchste Erhebung ist der 965 m hohe Vulkan Mount Agrigan. Auf dem Gipfel befindet sich ein 500 Meter tiefer, zwei Kilometer langer und ein Kilometer breiter Vulkankrater. Der Krater ist wahrscheinlich bei einem Vulkanausbruch im April 1917 entstanden. Infolge der Stärke der Eruption  (vier auf dem Vulkanexplosivitätsindex (VEI)) wurde das einzige Dorf an der Südostküste evakuiert. Danach gab es wiederholte Ansiedelungsversuche. Im Jahr 1990 wurden die Bewohner aber erneut aufgrund drohender Vulkanausbrüche evakuiert. Nach letzten Erhebungen im Jahr 2010 ist die Insel seither unbewohnt.  Seit 2018 wird aber eine erneute Ansiedelung vorbereitet. Auf der Insel Agrihan soll ein großer bisher nicht gefundener Piratenschatz liegen. Ein schottischer Pirat namens Roberton soll auf der Insel erbeutete Truhen mit Kriegsgeldern in Höhe von 2.000.000 Gold Piastern versteckt haben. Gabriel Lafond, ein Franzose, der Roberton mehrere Mal getroffen haben soll, erfuhr die ganze Schatzgeschichte angeblich von einem der letzten Überlebenden der Peruano.  Roberton war zu Beginn seiner Karriere als Pirat Oberleutnant auf dem chilenischen Kriegsschiff Galvarino. Roberton gelang es im Jahr 1826 das im Hafen von Callao vor Anker liegende englische Schiff Peruano zu kapern, von dem er wusste, dass es Kriegsgelder mit sich führte. Roberton segelte zunächst nach Tahiti wo er 15 tahitische Eingeborenenmädchen an Bord nahm, um seine Männer zum Weitersegeln zu bewegen. Da er mit einer Verfolgung rechnen musste, war Tahiti kein sicherer Ort mehr. Er segelte von Tahiti aus in Richtung des Marianen-Archipels und ankerte in einer Bucht der Insel Agrihan.  Zu dieser Zeit war die Insel wahrscheinlich noch unbewohnt. Dort angekommen wurden alle Frauen an Bord umgebracht. Das lässt sich nur damit erklären, das Roberton nicht die Absicht hatte den Schatz mit irgendjemand zu teilen, so das potenzielle Mitwisser beseitigt werden mussten. Danach wurden die mit Goldmünzen gefüllten Truhen auf die Insel geschafft und auf einer Lichtung in Strandnähe am Fuß einer Klippe vergraben. Dann segelte Roberton Richtung Hawai, versenkte dort die Peruano und ruderte mit seinen Männern in einem Rettungsboot an Land. Roberton geriet später in spanische Gefangenschaft und wurde so lange gefoltert, bis er versprach die Spanier zum Schatzversteck auf der Insel Agrihan zu führen.  Als er in einem Beiboot zur Insel gerudert wurde, sprang er  in einem unbeobachteten Moment ins Meer und wurde von seinen Ketten sofort in die Tiefe gezogen. Spätere Versuche den Schatz zu finden waren erfolglos. Es wird aber angenommen, dass der Schatz in einem bei der einzigen bekannten Eruption im April 1917  vermutlich entstandenen  Einschnitt auf der Süd-West-Küste der Insel liegt.