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Cabral berichtet: Nach einigen Segeltagen sichteten wir mitten im Meer unvermutet eine üppig bewachsene Insel. Die Insel war uns völlig unbekannt und auch nicht auf unseren Seekarten verzeichnet. Als wir näher herankamen, war ein riesiger Wasserfall 1 mit hohen Bergen an beiden Seiten zu erkennen. Wir Heuhaufen FelsenHeuhaufen Felsenankerten nahe einem kleinen konischen Felsen, der die Form eines Heuhaufens hatte. Nach einer Erkundungstour rund um die Insel beschlossen die Piraten ihre ganze Beute auf dieser Insel zu vergraben. Es war Benito Bonito einige Tage zuvor gelungen die Rosario, eine spanische 250-Tonnen-Galeone zu entern und dabei eine große Ladung Gold- und Silberbarren zu erbeuten. Am nächsten Tag brachten der Kapitän, ich und fünf weitere Männer den gesamten Schatz der Rosario auf die Insel. Am Von mir bearbeiteter Ausschnitt aus OpenStreetMap. Lizenz: Open Database LicenseVon mir bearbeiteter Ausschnitt aus OpenStreetMap. Lizenz: Open Database LicenseAnlegeplatz mündete ein breiter Bach ins Meer. Am Strand selber gab es fast nichts als Felsblöcke und nur bei Ebbe etwas Sand. Von hier aus war der Wasserfall, den wir vom Schiff aus erblickt hatten, nicht mehr sehen. Die fünf Männer blieben beim Schatz zurück, während der Kapitän und ich dem Bach folgten. Ungefähr eine halbe Meile landeinwärts sahen wir einen anderen Wasserfall herabstürzen. Der Kapitän wollte den Schatz zuerst in der Nähe des Wasserfalls begraben, aber als wir am anderen Bachufer zurückliefen, stießen wir auf einen kleinen Palmenwald und beschlossen, ihn doch lieber hier zu verstecken. Ich hub mit einer mitgebrachten Schaufel eine Grube aus.  Wir verhüllten den Schatz der Rosario in Segeltücher und versenkten ihn in der Grube, die sich etwa 600 Fuß (ca. 183 m) von der Bachmündung und 20 Fuß (ca. 6 m) hinter dem  Palmenwäldchen befand. Der Kapitän nahm eine exakte Peilung auf, ohne mir aber das Ergebnis zu verraten; darum nahm ich meine eigene Messung von der Bachmündung in einer Linie mit dem runden Felsen vor. Danach ruderten wir zur Brigg zurück und holten aus der Kapitänskajüte mehrere Bündel mit weiteren Schätzen, die wir ebenfalls in dem Palmenwäldchen abluden. Dann  ging ich mit dem Kapitän noch ein Stück weiter landeinwärts, dabei folgten wir einem schmalen Bachlauf bis zu einem großen Baum. Wir durchquerten den Bach und kamen nicht weit davon zu einem kleinen Felsen an einem Hügel. Hier ist eine gute Markierung in der Nähe dieses Felsens, sagte der Kapitän. Lass uns den Schatz direkt gegenüber dem Hügel vergraben und den Felsen darauflegen. Daraufhin grub ich ein Loch vor dem Hügel, direkt vor dem Felsen. Als es vier Fuß tief war (1,20 Meter), gingen der Kapitän und ich zurück und holten die Bündel mit dem Schatz. Wir mussten mehrmals laufen. Als alles vergraben war, wuchteten wir den Felsen auf die Grube fiel. Während ich den Schatz trug, zählte ich 85 Schritte von dem Baum zur Grube. Von dem Kokospalmenhain zu dem Baum ist  es, ungefähr die doppelte Entfernung. Das Boot wartete schon auf uns, als wir zum Ufer zurückkehrten. Aber wir blieben noch eine Stunde, um auf einem großen Felsblock neben der Bachmündung ein Zeichen zu hinterlassen. Der Kapitän meißelte darauf das Kürzel D.P.I 600 P. (bedeutet Deposito Pacifico Nr. 1). Dann kehrten wir an Bord zurück. Wir setzten Segel, umfuhren die Südspitze der Insel und nahmen Kurs auf Acapulco.

An der Südostküste Kokos liegt tatsächlich eine kleine Insel, die die Form eines Heuhaufens hat. Ihr gegenüber befindet sich eine felsige Bucht, die nur bei Ebbe einen kleinen Sandstrand hat und deshalb von Schatzsuchern vielleicht unbeachtet blieb. Das die Schlucht an der Südostküste liegt, ergibt sich aus dem Bericht des Manoleo Cabral. Er schreibt: Wir setzten Segel, umfuhren die Südspitze der Insel und nahmen Kurs auf Acapulco. Die Schlucht heißt heute Quebrada Pittier. Vielleicht lohnt sich hier eine Suche.