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Der 3189 m hohe Lassen Peak im US-Bundesstaat Kalifornien ist der größte Lavadom-Vulkan  der Erde und der südlichste Vulkan der Kaskadenkette. Er ist auch als Mount Lassen bekannt. In seiner Umgebung soll ein See liegen dessen Grund  buchstäblich mit Gold bedeckt ist. Der Lehrer und Journalist Richard Stoddard  aus Philadelphia war einer von vielen, die als der Goldrausch 1848 in Kalifornien begann,  ebenfalls ihr Glück suchen wollten. Im Jahr 1849 besorgte er sich eine Ausrüstung und machte sich auf den Weg nach Kalifornien.  Seine Geschichte erzählte er selbst. Ende November 1849 ging die Tür des Restaurants Eldorado in Downieville an der nördlichen Gabelung des Yuba-Rivers krachend auf. Herein wankte ein durchnässter, schneebedeckter offensichtlich stark erschöpfter Mann. Er torkelte zur Theke, warf ein Goldnugget auf den Tisch und bestellte sich etwas zu essen und zu trinken. Nachdem er sich gestärkt hatte, stellte er sich als Richard Stoddard vor und erzählte seine Geschichte. Dem Treck nach Kalifornien, dem er sich angeschlossen hatte, war  in der Nähe des heutigen Eagle-Lakes der Proviant ausgegangen. Stoddard und ein weiteres Treckmitglied erklärten sich bereit in der näheren Umgebung auf Jagd zu gehen, um frisches Fleisch zu besorgen. Als sie nach erfolgreicher Jagd zum Lager des Trecks zurückkehren wollten, mussten sie feststellen, dass sie sich verirrt hatten. Das Lager war nicht mehr auffindbar. Nach tagelangem herumirren kamen sie an die Quelle eines kleinen Bachs. Sie beschlossen diesem zu folgen. Nach weiteren 3 Tagen gelangten sie an das Ufer eines kleinen, türkisfarbenen Bergsees, der einen Durchmesser von etwa einer Meile (1,6 km) hat und von hohen Felsen umgeben war. Hier schlugen sie ihr Nachtlager auf. Als die beiden Männer am nächsten Morgen am Ufer des Sees niederknien, um sich ein wenig zu waschen, sahen sie gelbe Steine im Wasser herumliegen. Sie fischten einige davon heraus und erkannten sofort, dass es Goldklumpen waren. Die beiden Männer füllen ihre Taschen und Rucksäcke damit und prägten sich die Lage des Sees genau ein. Dann marschierten sie flussabwärts weiter.  Kurz darauf wurden sie von Indianern überfallen. Stoddards Gefährte brach mit einem Pfeil in den Rücken zusammen. Stoddard konnte zunächst fliehen, merkte jedoch nach einiger Zeit, dass er am Fuß verletzt war. Er versteckte sich in einer Felsspalte und wartete bis die Indianer abgezogen waren. Dann zog er  hinkend weiter, doch das verwundete Bein entzündete sich.  Er bekam Fieber und wurde immer schwächer. Der Rucksack mit den Goldklumpen wurde  immer schwerer. Als er den Rucksack  schließlich nicht mehr tragen konnte, versteckte er seine kostbare Last  in einem Loch zwischen Felsen. Er entledigt sich auch der Goldnuggets in seinen Taschen., behielt aber einige wenige zurück. Dann taumelte er weiter. Tage später, als Stoddard  bereits jede Hoffnung auf Rettung aufgegeben, hört er in der Ferne Hunde bellen  und erreicht  kurz darauf  Downieville. Nachdem er seine Geschichte erzählt hatte, fragen ihn die anwesenden  Männer, ob er den Goldsee wiederfinden könne. Stoddard bejahte und sagt,e sobald er wieder gesund ist, würde er das tun.  Mitte Februar 1850 war Stoddard so weit genesen, dass er wieder richtig laufen konnte. Doch zu dieser Zeit lag der Schnee in den Pässen der Sierra so hoch, dass jede Suche  aussichtslos gewesen wäre.  Stoddard beschloss daher in San Francisco zu überwintern.  Erst um Ostern tauchte er wieder in Downieville auf. Dort tat er sich mit 10 Prospektoren zusammen, die bereit waren eine Expedition zum Goldsee zu finanzieren. Da die Aktion unbemerkt bleiben sollte, beschloss man  die Vorbereitungen der Expedition nicht in Downieville, sondern in Nevada City zu treffen. Im Mai 1850 war es dann so weit. Stoddard und zehn Prospektoren zogen von Nevada City aus in die Berge. Ihre Route führte sie über die nördliche Sierra, die Gabelung des Yuba-River, die Täler Meadow und Buctle, vorbei am Lake Almanor. Etwa vier Wochen  nach  dem Verlassen von Nevada City erreichten Stoddard und seine Begleiter  - ein einsames Tal am Fuße von Lassen Peak, der in dieser Gegend höchsten Erhebung der Sierra. Da Stoddard behauptet der Goldsee würde ganz in der Nähe liegen, beschloss die Gruppe einige Tage hierzubleiben. Stoddard begann sofort damit die Umgebung abzusuchen, musste aber nach wenigen Tagen erkennen, dass er den Goldsee nicht mehr finden konnte. Seine Kompagnons, die sich hintergangen fühlten, drohten ihm Gewalt an und wollten ihn lynchen. Doch Stoddard konnte sie besänftigen und floh in der darauffolgenden Nacht. Das Tal, aus dem er den wütenden Prospektoren entfloh, trägt noch heute den Namen Last Chance Valley.  Trotz  wochenlanger Suche auf sämtlichen Gipfeln  und  jedem Tal der Gegend, wurde der Goldsee nicht gefunden. 

Anmerkung des Autors: Nie zuvor ist ein Gebiet so gründlich erforscht worden wie im Sommer 1850 die Gegend südlich des heutigen Quincy, westlich des Lake Donner, nördlich von Downieville und östlich von Croville. Der Goldsee wartet auch heute noch auf seinen Entdecker. Die fragliche Gegend ist aber sehr seenreich. Im Lassen Volcanic National Park rund um dem Lassen Peak liegen zahllose kleine und größere Seen. Das  431 km² große Gebiet wurde 1916 nach zahlreichen  Eruptionen (ca. 400) des Vulkans in den Jahren 1914 bis 1921 unter den Schutz der US Bundesbehörde National Park Service (NPS) gestellt und seither von dieser Behörde verwaltet. Der Lassen-Volcanic-Nationalpark gehört durch seine abgelegene Lage zu den weniger bekannten und besuchten Nationalparks der Vereinigten Staaten. Vielleicht lohnt sich eine Suche nach dem verlorenen Goldsee. Wenn man den Angaben Stoddards Glauben schenken darf, ist ein türkisfarbener Bergsee, mit einem Durchmesser von etwa einer Meile (1,6 km)  umgeben von hohen Felsen  das Objekt der Begierde. In den See fließt ein Bach, dessen Quelle ca. 3 Tage entfernt liegt. Der Bach verlässt den See auf der anderen Seite wieder. Anhand dieser doch recht genauen Angaben kann der betreffende See vielleicht ausfindig gemacht werden.