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In der Nähe von Garmisch Partenkirchen liegt das kleine Dorf Ohlstadt. In der Nähe des Dörfchens, erhebt sich mitten im Bergwald ein 30 Meter hoher, bewaldeter Felsen den es noch heute noch gibt. Auf diesem stand im 14. Jahrhundert die Schauenburg, von der heute nur noch ein in den Fels gehauener Steig übrig ist. Ein Schild am Aufstiegsweg zum Heimgarten verweist auf die ehemalige Burganlage. Auf dieser Burg lebte im 14. Jahrhundert ein Ritter von Weichs. Die Weichser Adelsherren residierten von 13. bis zum 15. Jahrhundert hauptsächlich auf ihrer Stammburg Weichs an der Glonn im heutigen Landkreis Dachau.  Ein anderer Edler von Weichs Oswald von Weichs, eben der zuvor genannte Ritter, lebte aber nicht auf der Stammburg seines Geschlechts, sondern auf der Schauenburg bei Ohlstadt, die er 1485 für 500 rheinische Gulden gekauft hatte. Vor Weich sind noch die begüterten Herren von Camer (Schloss Hohenkammer) als Besitzer (Nebenbesitz) der Burg verbürgt. 1485 kam sie in den Besitz von Oswald von Weich und wurde 1493 zusammen mit der Hofmark Ohlstadt an das Kloster Schlehdorf veräußert. 

Der Herzogstand (links) und der Heimgarten (rechts),Urheberschaft: Schlaier [Public domain], von Wikimedia CommonsDer Herzogstand (links) und der Heimgarten (rechts),Urheberschaft: Schlaier [Public domain], von Wikimedia CommonsDer Ritter von Weichs war Besitzer einer Goldmine im nahe gelegenen Heimgartenmassiv.  Der Heimgarten ist ein 1.791 m hoher Berg in den Bayerischen Voralpen. Das Bild unten zeigt einen Blick von Aspensteinbichl bei Kochel am See auf den 1.731 Meter hohen  Herzogstand (links) und auf den 1.790 Meter hohen Nachbarberg Heimgarten (rechts). Der Heimgarten ist im Unterschied zum durch eine Bergbahn (Herzogstandbahn) erschlossenen Herzogstand nur zu Fuß zu besteigen. Der Berggipfel ist  von Ohlstadt aus über bequeme Forst- und Waldwege, teilweise auch über Treppenstufen  in ca. 2,5 bis 3 Stunden zu erreichen. Knapp unterhalb des Gipfels gibt es von Mai bis Oktober mit der Heimgartenhütte eine gemütliche Einkehrmöglichkeit. Übernachtungen sind aber nicht möglich. Von der Hütte sind es nur noch 20 m bis zum Gipfelkreuz auf dem Heimgarten. Der Goldbergbau in dieser Gegend ist in den Klosterchroniken des dort gelegenen Klosters Schlehdorf verbürgt. Die Goldader des Klosters soll sich nahe bei der Kaseralm (die damals zum Kloster gehörte) befunden haben. Die Legende erzählt, daß der Ritter von Weichs sein ganzes Hab und Gut - die Chronik spricht von 15 Mauleselladungen voller Wertgegenstände aufgrund von Streitigkeiten mit der Obrigkeit - im Heimgartenmassiv in Sicherheit gebracht hat. Es ist anzunehmen, dass er alles in seiner Goldmine versteckt hat. Dann schüttete er den Eingang mit Felsblöcken zu, sodaß die Goldmine niemand mehr erkennen konnte. Für sich aber meißelte er die Ziffer "V" in etliche Steine als Merkzeichen. Er starb bevor er sein Hab und Gut wieder holen konnte. Der Legende nach befindet sich die Goldader nahe der Kaseralm (die damals zum Kloster Schlehdorf gehörte). Die Goldmine und die Schätze des Ritters von Weichs wurden bis heute nicht gefunden. Später behaupteten wiederholt Jäger, daß sie oben in den Felshängen die Ziffer V gesehen hätten. In den fünfziger Jahren wurden im Bereich der Kaser-Alm zwei Goldmünzen gefunden, die aus der Zeit des 12. - 13. Jahrhunderts stammen. Weitere Spuren zu dem Schatz gibt es bislang nicht.