Der Goldschatz der Apachen

Die Ereignisse haben sich im frühen 20. Jahrhundert zugetragen. In der Gemeinde Guerrero, Chihuahua, Mexiko lebte Evangelina Sánchez auf einer Ranch. Sie war eine Frau, die als Hebamme ihre Dienste anbot. Eines Tages erschien eine Gruppe Apachen, die dringend die Hilfe der Hebamme benötigte. Zu dieser Zeit herrschte Krieg zwischen der Apachen-Nation und der Regierung von Chihuahua.  Die Frau sollte die Apachen zu einer Indianerin begleiten, die kurz vor der Geburt stand und Probleme hatte. Sie brachen im Morgengrauen auf, nachdem die Apachen der Frau die Augen verbunden hatten. Sie sollte wohl nicht sehen wohin sie gingen. Nach einem Fußmarsch von einem  Tag gelangten sie in die Nähe des Rio Papigochic.  Die Frau konnte das Rauschen der Strömung hören. Nachdem sie zwischen Steinen und Bäumen hindurchgeklettert waren, gelangten sie in eine Höhle, in der sich die Indianerin befand, die Schwierigkeiten bei der Geburt hatte. Dort nahmen sie der Frau die Augenbinde ab.  Es gelang ihr kurz einen Blick auf die Landschaft zu werfen. Sie sah nahegelegene Hügel und der Ferne eine Bergkette und erkannte, dass sie sich auf halber Höhe  zum Gipfel des Cerro de Miñaca befanden.  Die Hebamme konnte die Geburt einleiten und das Baby gesund auf die Welt bringen. Auch der Mutter ging es gut. Der Anführer der Indianer war sehr zufrieden und gab der Frau zum Dank eine Goldmünze.

Aus dem Augenwinkel erkannte die Frau in diesem Moment, dass sich am Boden der Höhle mehrere offene Säcke befanden, die voller Münzen waren, die der Münze entsprachen, die sie erhalten hatte. Sie konnte auch Schmuck, verschiedene Gegenstände aus goldenem Metall und Edelsteine erkennen. Dann wurden ihr wieder die Augen verbunden und sie wurde von den Indianern auf ihre Ranch zurückgebracht. Evangelina erfuhr später, dass dieselben Apachen in einem Hinterhalt massakriert wurden, wo sie fälschlicherweise zum Friedensschluss eingeladen worden waren. Alle starben, Männer, Frauen und Kinder. Und der Schatz?  Evangelina war sich sicher die Reichtümer in der Höhle gesehen zu haben. Trotz intensiver Suche konnte sie die Höhle aber nicht mehr wiederfinden.


Der Eingang zur Höhle dürfte zwischenzeitlich eingestürzt sein. Dafür spricht dass die zuständige Staatsanwaltschaft mit Unterstützung von Mitarbeitern verschiedener Unternehmen kürzlich  eine Suchaktion auf dem Cerro de Miñaca in der Gemeinde Guerrero durchgeführt hat, um dem Verschwinden von Menschen in der Region nachzugehen.  Abgesucht wurden etwa 11 Kilometern in der Umgebung des Bergs . Außerdem wurde eine Drohne zur Überwachung schwer zugänglicher Gebiete eingesetzt . Die Operation wurde ohne relevante Erkenntnisse abgeschlossen. Wäre die Höhle noch zugänglich gewesen, hätte man sie wahrscheinlich entdeckt.

zurück zur Startseite
Share by: