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Die Legende vom vergoldeten Mann, geht auf das Volk der Chibcha zurück, die im Gebiet des heutigen Kolumbien lebten und deren Kultur durch die Spanier vernichtet wurde. Die Legende besagt, das der Herrscher der Chibcha regelmäßig zu seiner Krönungsfeier vor Sonnenaufgang seinen Körper mit einer Mischung aus Harz und Öl eingerieben haben soll. Danach sollen ihn seine Diener mit Goldstaub eingerieben haben, bis er wie eine göttliche Figur aus Gold aussah. Anschließend ließ sich der Herrscher mit seinem Gefolge auf einem Floß in die Mitte eines heiligen Sees rudern, sprang dort ins Wasser und schwamm an Land. Im Wasser wurde der Goldstaub wieder abgewaschen. Mit diesem Ritual huldigten die Chibcha dem Sonnengott, der mit Tagesanbruch am Himmel erschien. Gleichzeitig warfen Zuschauer an Land goldene Opfergaben in den See. Der heilige See der Chibcha soll der Kratersee Guatavita Lagune von Guatavita, Urheberschaft: von María cristina garzón cifuentes [CC BY-SA 4.0 (https://creativecommons.org/licenses/by-sa/4.0)], von Wikimedia CommonsLagune von Guatavita, Urheberschaft: von María cristina garzón cifuentes [CC BY-SA 4.0 (https://creativecommons.org/licenses/by-sa/4.0)], von Wikimedia Commonsim Hochland des heutigen Kolumbien gewesen sein. Dass die Legende zumindest im Kern wahr ist, bezeugt ein Schreiben aus dem Jahr 1543. Am 20. Januar 1543 schrieb der Chronist Fernando Oviedo an einen Kardinal in Rom. In dem Schreiben stand folgende Bemerkung „Dieser Prinz, von dem man viel Aufhebens in den Ländern hier macht, ist immer bedeckt mit Goldstaub zu sehen, so das er von Kopf bis  Fuß an eine Goldfigur erinnert, die den Händen eines erstklassigen Goldschmiedes entstammt.“ Es wurden verschiedene Versuche unternommen, die Goldschätze aus dem See zu bergen. Gefunden wurden zahlreiche Goldartefakte und ein hühnereigroßer Smaragd. Weitere Bergungsversuche erbrachten kostbare Kultgefäße, Schmuckgehänge und Totenmasken und Nasenringe. Es wird vermutet, dass im Schlamm der Ablagerungen auf dem Seegrund noch mehrere Tausend Kilo Gold und mehrere Kilo von Smaragden schlummern. Die Laguna de Guatavita war religiöses Heiligtum der Muisca, ein Indianervolk das zum Volksstamm der Chibcha gehört. Die Muiscas waren wegen ihrer herausragenden Goldschmiedkunst bei den Inkas gefragt und wurden damit zu Hauptlieferanten des Inka-Imperiums. Herausragendes Beispiel ihrer Goldschmiedkunst und gleichzeitig ein möglicher Beleg für die Wahrheit der El Dorado Legende, ist das Goldfloß von Eldorado.  Dieses berühmte Goldartefakt, das die Eldorado-Zeremonie darstellt, wurde 1969 in einer Höhle bei der alten Muisca-Siedlung Pasca, südwestlich von Bogota gefunden. Besichtigen kann man es heute im Museo del Oro der staatlichen Zentralbank in Bogotá. Auf dem Floß stehen elf mit stilisiertem Kopfputz verzierte filigrane Figuren. Auf einem Thron inmitten der aufrecht stehenden Figuren sitzt eine weitere Person mit auffälligem Nasen- und Ohrenschmuck, die wahrscheinlich den Muisca-König darstellen soll. Der von den Muisca verehrte Bergsee liegt in über 3000 m Höhe im Zentrum Kolumbiens nordöstlich von Bogota. Es gab verschiedene Versuche den See trocken zu legen. Im Jahr 1545 gelang es den Spaniern Lázaro Fonte und Hernán Perez de Quesada den Wasserspiegel des Sees um 3 m zu senken. Sie fanden Goldgegenstände und Goldmünzen im Gesamtwert von bis zu 4.000 Pesos. Auch der 1580 unternommene Versuch des spanischen Kaufmanns Antonio de Sepúlveda den See mit Hilfe eines Abflußkanals trockenzulegen scheiterte. Es gelang zwar den Wasserspiegel des Sees um ca. 20 m zu senken, doch dann stürzten die Seitenwändes des Kanals ein, und beendeten das Projekt. Antonio de Sepúlveda fand dennoch einige Objekte, z.B. Goldgegenstände und Smaragde. In den 1820er Jahren unternahm der Spanier José Ignacio Paris, einen ähnlichen Versuch wie 1580 bereits Antonio de Sepulveda durch einen Abfluss den See trockenzulegen, doch das Projekt scheiterte an fehlenden finanziellen Mitteln. Einen letzten Versuch den See trockenzulegen unternahm im 1898 der  britische Unternehmer Hartley Knowles. Ihm gelang es durch einen aufwändigen Tunnelbau das Seewasser vollständig  abzulassen, sodaß der von Schlamm bedeckte Seeboden erreicht wurde. Doch die meterdicke Schlammschicht war ein nicht zu überwindendes Hinderniss. Der Versuch den Seeboden freizuschaufeln scheiterte, da die Sonne den Schlamm aushärtete, wodurch ein Durchkommen ohne entsprechendes Gerät  unmöglich wurde. Kurz danach füllte sich der See wieder mit Wasser und das Projekt war gescheitert.

Im Jahr 1965 erklärte die kolumbianische Regierung den Bergsee Guatavita zu einem Nationaldenkmal und unterband damit jeden weiteren Versuch, den See trockenzulegen.